Rezension: „Food-Fotografie – Essen perfekt in Szene setzen“ von Nicole S. Young


Heute nun endlich (!) die versprochene Rezension zu o. a. Buch!
Mea Culpa, aber in den letzten Wochen war privat bei mir alles mehr schlecht als recht, sodass ich nicht den Kopf und die Lust dafür hatte, mich mit dem Buch zu befassen. Sorry nochmal.
Daher wird jetzt ausführlich nachgeliefert.
Wie ihr wisst, bin ich erst im Mai unter die Blogger gegangen. Seitdem habe ich extrem viele tolle Menschen kennen gelernt und noch mehr bezaubernde und beeindruckende Blogs gelesen/entdeckt.
Bei all diesem Stöbern ist mein eigener Anspruch an meine Bilder gewachsen. Ich fotografiere hobbymäßig schon etwas länger und wollte nun wissen, wie ich noch mehr aus den Bildern holen kann.
Bei meiner nächsten Buchbestellung wollte ich daher unbedingt ein Buch über Food-Fotografie haben und begann mit  einer umfassenden Suche auf diversen Plattformen.
Bei meiner Suche war ich mehrfach über das Buch von Nicole S. Young gestolpert. Allerdings gab es das Buch zum damaligen Zeitpunkt nur auf Englisch (was mir persönlich nichts ausmachte). Zufällig habe ich aber ein paar Tage vor der Bestellung entdeckt, dass es das Buch nun auch druckfrisch auf Deutsch gibt. Perfekt!

Buchaufbau:
Das Buch ist neben Einleitung, Fazit und einem Index in sieben Kapitel aufgeteilt:
  1. Fotografische Grundlagen
  2. Fotoausrüstung
  3. Beleuchtung
  4. Gestaltung und Requisiten
  5. Bildausschnitt und Komposition
  6. Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop
  7. Hinter den Kulissen
Am Ende eines jeden Kapitels gibt es Aufgaben, damit man das eben gelesene direkt in die Praxis umsetzen kann.
1 – Fotografische Grundlagen
Hier wendet sich Nicole S. Young vor allem an Fotografie-Anfänger.
Es werden ausführlich die Grundlagen der Digitalfotografie, Bildformate (RAW, JPEG, etc.), Verwendung von Weißabgleich, Blendeneinstellung, Verschlusszeit, Belichtung und den verschiedenen Kameramodi dargestellt.
Gut finde ich, dass Nicole S. Young hier auch kleine Eselsbrücken mit auf den Weg gibt.
Alles wird sehr anschaulich mit Bildern dokumentiert, damit der Anfänger direkt die Bildunterschiede durch die verschiedenen Einstellungen erkennt.
2 – Fotoausrüstung
In diesem Kapitel werden zunächst die Unterschiede zwischen einer Kompaktkamera und einer Spiegelreflexkamera verglichen.
Weiterhin befasst sich Nicole S. Young mit diversen Objektiven (Weitwinkel, normal, Zoom, Festbrennweite, etc.), Stativen, Fernauslöser, Reflektoren und Beleuchtung (wobei hier nur kurz auf das Thema eingegangen wird, da sich das komplette nächste Kapitel mit dem Thema befasst).
Alles wieder mit Bildern veranschaulicht.
3 – Beleuchtung
Hier werden ausführlich verschiedene Techniken zur Beleuchtung von Lebensmitteln beschrieben, da das Licht zweifellos (natürlich neben dem Motiv) die wichtigste Komponente eines Bildes darstellt.
Nicole S. Young erklärt ausführlich die Themen Lichtfarbe, Intensität, Entfernung, Beleuchtung von verschiedenen Seiten (Licht von hinten, von der Seite, abgeschirmtes Licht), Lichtarten (natürliches Licht, Blitzlicht, Dauerlicht), Reflektoren und Softboxen.
Wunderbar finde ich hier die Abbildungen zu den einzelnen Food-Bildern, auf denen ganz genau dargestellt wurde, wie mit der Beleuchtung gearbeitet wurde.
Weiterhin gibt Nicole S. Young auch hier sehr praktische Tipps, wie man sich teures Zubehör sparen und mit etwas handwerklichem Geschick einfach selbst basteln kann (Alufolie, Hartschaumplatte, etc.).
4 – Gestaltung und Requisiten
Kurz gesagt: Die Kunst der Präsentation.
Hier geht es um die kleinen Feinheiten, die ein Appetit anregendes Food-Bild von schneller Erinnerungsknipserei unterscheiden. Angefangen bei der Qualität der Zutaten, über intelligentes Einkaufen (z. B.  nicht jede x-beliebige Peperoni zu kaufen, sondern eine optisch perfekte) bis hin zu den Grundlagen des Food-Stylings (Geräte und Hilfsmittel, Dummys nutzen, Volumen vergrößern, Garnierungen, Echtheitswirkung von Speisen, künstliches Eis, Grillabdrücke und Dampf erzeugen, farbige Hervorhebung, Geschirr, Textilien und Strukturen).
Sehr umfassende Beschreibung mit – für mich – extrem vielen Anregungen und Tipps. Natürlich fehlen auch hier die passenden Abbildungen nicht.
5 – Bildausschnitt und Komposition
In diesem Kapitel wird untersucht, wie Fotos durch verschiedene Kompositionstechniken interessanter gestaltet werden können.
Es werden Themen wie Drittelregel, Hintergrund & Vordergrund, vertikale und horizontale Bildausrichtung, Dreiviertelwinkel, Augenhöhe und Draufsicht unter die Lupe genommen.
Weiterer Schwerpunkt bilden die Themen Brennweite, Objektivkomprimierung, Schärfentiefe, Formen und Linien & Farben.
6 – Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop
Wer hätte es gedacht, es geht um Tipps und Tricks, wie man mit Photoshop noch ein wenig mehr aus seinen Bildern rausholen kann. Eine nähere Beschreibung werde ich mir hier sparen, da nicht jeder Photoshop zur Hand hat. Aber ein Blick in das Kapitel lohnt sich bzgl. Bildkorrekturen in Farbe, Kontrast, Blendenkorrektur, Sättigung und Ähnlichem, was ja auch andere Bildbearbeitungsprogramme bieten (ich selbst arbeite nur noch sehr selten mit PS (zumal ich noch PS2 habe), sondern überwiegend mit ACDSee und Picasa (für minimale Korrekturen)).
7 – Hinter den Kulissen
In diesem Kapitel begibt sich Nicole S. Young hinter die Kulissen und zeigt, wie ein Food-Foto erzeugt wird. Sie beginnt mit der Gestaltung, den Requisiten und Beleuchtung und beschäftigt sich dann mit der Bearbeitung in Adobe Photoshop.
Aus den vorangegangenen Kapiteln werden hier einzelne Food-Bilder exakt von der Entstehung bis zum fertigen Bild nochmal genau beschrieben.

 

Mein Fazit:
In Sternen ausgedrückt würde ich 5 von 5 Sternen geben.
Schon alleine durch die wirklich hervorragende Bebilderung ist das Buch genau das, was ich gesucht habe. Es ist absolut verständlich erklärt und enthält hervorragende Tipps, die jeder Hobbyfotograf wirklich gut umsetzen kann.
Begeistert bin ich vor allem von den vielen extrem kostengünstigen Möglichkeiten, sich Zubehör anzuschaffen (es muss nicht gleich die teure Ausrüstung sein).
Daher: absolut empfehlenswert!

2 Gedanken zu “Rezension: „Food-Fotografie – Essen perfekt in Szene setzen“ von Nicole S. Young

  1. Hallo Katrin!
    Ich habe das Buch auch kürzlich in der Buchhandlung entdeckt und bin total begeistert.
    Werde es mir auf jeden Fall auch kaufen.
    Dein Blog gefällt mir sehr gut.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

    Gefällt mir

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