Krummbeerwaffeln mit Pilzrahmsoße

Ach, es gibt Rezepte, die sieht man und es stellt sich sofort ein „das muss ich nachmachen“-Gefühl ein.
Genau so ein Rezept sind die „Krummbeerwaffeln“.

Krumm….was?

Wer damit nichts anfangen kann: Krummbeeren sind Kartoffeln.
Da ich mehr oder weniger in der Pfalz aufgewachsen bin, ist der Name für mich nicht fremd. Im Gegenteil. Wenn jemand von Krummbeeren, Hansgetraube (Johannisbeeren), Breemere (Brombeeren), Gummere (Gurken), Gequellte und waasche Kees (Pellkartoffeln mit Quark), en Schoppe (Rot- oder Weißwein wahlweise mit Cola, Wasser oder Limo im 0,4 L Glas), Kinnerschees (Kinderwagen) oder Riwwelkuche (Streuselkuchen) erzählt, dann fühle ich mich direkt zuhause.
Auch wenn ich nach wie vor finde, dass es schönere Dialekte gibt. Aber was will man gegen das innere Stück Heimat machen? Richtig. Nix! Und das ist auch gut so!

Nun aber zum Rezept.
Das Original stammt aus dem Buch „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul.
Gebloggt wurde es unter anderem schon mal hier und hier.
Im Originalrezept sind Pfifferlinge verarbeitet. Ich selbst hatte aber nur Champignons zuhause, also habe ich schlichtweg diese genommen. Clever, ne?


Zutaten für 4 Portionen:

für die Krummberwaffeln:
150 g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
2 Eier
30 g zimmerwarme Butter
150 ml Milch
100 g Mehl
2 Zweige Majoran (alternativ: 1 Messerspitze getrockneter Majoran)
Pfeffer
Muskatnuss (am besten natürlich frisch gemahlen)

für die Pilzrahmsoße:
400 g Champignons
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Knoblauchzehe
4 Zweige Petersilie
3 EL Sonnenblumenöl
50 ml trockener Weißwein (oder wahlweise Gemüsebrühe)
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer


Zubereitung:

Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weich kochen. Anschließend abgießen, längs aufschneiden und ausdampfen lassen.
Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Butter und Eigelb schaumig schlagen.
Die Kartoffeln pellen, durch eine Kartoffelpresse drücken und unter die Eigelb-Butter-Masse rühren. Masse mit Milch glatt rühren und das gesiebte Mehl dazugeben und unterrühren.
Majoran hacken und dazugeben. Eiweiß unterheben und den Teig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Mindestens 15 Minuten quellen lassen.

Backofen auf 75 Grad vorheizen (um später die Waffeln darin warm zu halten).

Pilze putzen und grob in Stücke schneiden. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und Petersilie hacken.
Pilze mit den Zwiebeln in einer großen Pfanne in heißem Öl 3-4 Minuten scharf anbraten. Knoblauch hineinpressen (wem eine Knoblauchpresse fehlt, muss den Knobi vorher noch kurz fein hacken) und mit Weißwein/Brühe ablöschen und aufkochen.
Sahne zugeben und auf die gewünschte Sämigkeit einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Wer möchte, kann das Ganze noch mit einem Löffel Creme-Fraiché abschmecken.
Warm stellen.

Waffeleisen erhitzen, beide Seiten dünn mit Öl einpinseln und mit einer Suppenkelle (oder je nach Größe eures Waffeleisens) Teig in die Mitte geben. Deckel schließen und die Waffel bis zur gewünschten Färbung goldbraun backen (das sollte pro Waffel zwischen 3 und 5 Minuten dauern).
Die gebackenen Waffeln im Ofen auf einem Gitter warm halten.

Zusammen mit der Pilzrahmsoße servieren.
Dazu passt wunderbar ein Salat. Lecker.

Kommt gut in die neue Woche! 

Katrin

PS: für diesen Post habe ich auch das erste Mal mein neues Waffeleisen ausprobiert. Ich bin begeistert. Ich könnte noch ewig so weitermachen. Habe aktuell Lust auf Haselnusswaffeln mit Karamell- oder Schokosoße. Oder Sahne. Oder Eis. Oder…. Hachja….


Ein Gedanke zu “Krummbeerwaffeln mit Pilzrahmsoße

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